Daten, die von selbst kommen
Der automatische Eingang holt Belegdaten ab, prüft sie und meldet, was nicht passt.
Wer lädt eigentlich jeden Morgen den Export hoch? Und was passiert, wenn er im Urlaub ist? In vielen Unternehmen hängt die Aktualität aller Auswertungen an einer Person und einer Gewohnheit. Fällt beides aus, rechnen alle mit den Zahlen von vorgestern – und merken es nicht.
Seit diesem Monat holt Pythia seine Daten selbst.
Der Eingang
Pythia schaut in festen Abständen an einem Austauschpunkt nach, ob neue Dateien bereitliegen. Findet es welche, importiert es sie, baut die Auswertungen neu auf und protokolliert, was passiert ist. Niemand muss Dateien schieben, niemand muss daran denken.
Der Weg dorthin ist bewusst so gebaut, dass das ERP nie direkt mit Pythia spricht. REXAworker holt die Exporte aus dem ERP, REXAdata stellt sie bereit, Pythia holt sie dort ab. Jede Seite hat eine klare Aufgabe, und keine braucht Zugang zu den Systemen der anderen.
Ein Befund, der den Plan änderte
Ursprünglich wollten wir nur die neuen Zeilen einer Jahresdatei übernehmen – die Datei wächst ja über das Jahr. Bevor wir das bauten, verglichen wir die Lieferungen zweier aufeinanderfolgender Nächte. Das Ergebnis war eindeutig: Das ERP schreibt die Jahresdatei jede Nacht komplett neu. Die laufenden Nummern verschieben sich, und einzelne Positionen verschwinden, weil sie im ERP gelöscht wurden.
Hätten wir nur Neues angehängt, wären gelöschte Belege für immer in den Auswertungen geblieben.
Deshalb behandelt Pythia jede Lieferung als Vollstand: Was in der Datei steht, gilt. Was im Vorstand stand, in der neuen Datei aber fehlt, wird als gelöscht markiert – nicht spurlos entfernt. Taucht eine Position wieder auf, wird sie reaktiviert.
Schutz vor Unfällen
- Würde ein Import mehr als ein Prozent einer Jahresdatei löschen, bricht er ab und meldet die Zahlen. Eine versehentlich leere oder abgeschnittene Lieferung richtet so keinen Schaden an.
- Jede Datei wird genau einmal verarbeitet. Ändert sich eine bereits importierte Datei nachträglich, meldet Pythia eine Anomalie, statt still zu überschreiben.
- Scheitert die Aufbereitung nach einem Import, holt der nächste Lauf sie nach – auch ohne neue Datei.
- Bewusste Ausnahmen – etwa eine Lieferung, die tatsächlich viele Löschungen enthält – lassen sich gezielt freigeben.
Im nächsten Monat: Die Timeline ist da – die zentrale Ansicht von Pythia.